Ursprung und Einfluss des chinesischen Schwarztees
Zufällige Entdeckung im Wuyi-Gebirge
Schwarzer Tee gehörte nicht zu den frühesten Teesorten in der chinesischen Geschichte; er tauchte erst lange nach traditionellen Sorten wie grünem Tee auf.
Einer Legende zufolge zog in der späten Ming-Dynastie (etwa im späten 16. Jahrhundert) eine Militäreinheit durch das Wuyi-Gebirge in Fujian. Da die frisch gepflückten Teeblätter noch nicht verarbeitet waren, nutzten die Soldaten sie als Unterlage. Über Nacht oxidierten die Blätter durch ihre Körperwärme und den Kontakt mit der Luft auf natürliche Weise.
Anstatt die Blätter wegzuwerfen, rösteten die Teebauern sie über Kiefernrauch und kreierten so unerwartet einen vollständig fermentierten, losen Schwarztee. Dieser Tee sollte später als der erste Schwarztee bekannt werden – Zheng Shan Xiao Zhong oder Lapsang Souchong.
Von China nach Europa
Zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert brachte die Niederländische Ostindien-Kompanie chinesischen Schwarztee nach Europa. Zunächst war er ein Luxusgut des Adels, beeinflusste aber nach und nach die britischen Teegewohnheiten und legte den Grundstein für die heute berühmte Tradition des Nachmittagstees.
Einfluss auf moderne Teetraditionen
Darauf aufbauend begannen die Menschen mit Milch, Gewürzen und Bergamotte zu experimentieren, woraus Getränke wie Milchtee und Earl Grey entstanden. Auch heute noch zählt schwarzer Tee zu den einflussreichsten Teesorten der Welt.
Schwarzer Tee als vielseitige Zutat
Chinesischer Schwarztee eignet sich nicht nur hervorragend zum Aufbrühen und Genießen, sondern ist auch die perfekte hochwertige Zutat für selbstgemachte Teekreationen – egal ob Sie Milchtee, Earl Grey oder Ihre eigenen individuellen Mischungen zubereiten.